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Aktuelle Pressemitteilungen des Geschäftsbereiches Prozesstechnik

16. Mai 2022 | Drei große Taktbandfilter von BHS-Sonthofen für die Produktion von Flusssäure

16. Mai 2022 | Drei große Taktbandfilter von BHS-Sonthofen für die Produktion von Flusssäure

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16. Mai 2022 | Drei große Taktbandfilter von BHS-Sonthofen für die Produktion von Flusssäure

BHS-Sonthofen hat drei überdurchschnittlich große Taktbandfilter geliefert, die bei der Produktion von Flusssäure zum Einsatz kommen. Zentrale Anforderung an die Konstruktion der Bandfilter war eine besonders hohe chemische Beständigkeit angesichts der Produkteigenschaften des Ausgangsmaterials. BHS griff auf besonders säurebeständige metallische Werkstoffe und spezielle Kunststoffe zurück, die optimale Sicherheit bei hoher Produktqualität bieten. Die Anlage ist seit Ende 2021 in Betrieb.

BUSS-ChemTech in Pratteln, Schweiz, ist international bekannt als Anbieter von maßgeschneiderten und innovativen Prozesstechnologien für die Chemie- und Aluminiumindustrie. Das Unternehmen unterstützt Kunden weltweit mit seinen Komplettlösungen für chemische Reaktionsprozesse, zum Beispiel bei der Herstellung von halogenhaltigen Grundchemikalien wie Flusssäure, Aluminiumfluorid, Phosgen und deren Nebenprodukten.

Vor kurzem lieferte BUSS eine komplette Prozesslösung und das entsprechende Key-Equipment für ein Projekt zur Herstellung von Flusssäure. In diesem Fall wurde eine neue, umweltfreundlichere Technologie eingesetzt, die Fluorkieselsäure in Siliziumdioxid und wertvolle Flusssäure umwandelt. Letztere kann gewinnbringend weiterverarbeitet werden, so dass eine kostspielige Neutralisierung und Entsorgung nicht mehr erforderlich sind.

Taktbandfilter ermöglicht maximale Ausbeute

Bei der Umsetzung dieses neuartigen Verfahrens vertraut BUSS auf Filtrationstechnik von BHS-Sonthofen Process Technology. Der Prozesstechnik-Experte setzt beim Umwandlungsprozess den Taktbandfilter vom Typ BF 300 ein, einen kontinuierlich arbeitenden, horizontalen Vakuumfilter. „Mit einer Größe von 4,5 x 23,5 m und 58,5 m2 aktiver Filterfläche fassen die Filter ein überdurchschnittlich hohes Volumen“, erklärt Simone Ahlert, zuständige Projektleiterin bei BHS-Sonthofen. Aufgrund der stark ätzenden Wirkung der Säure verwendete BHS bei der Konstruktion besonders säurebeständige metallische Werkstoffe und spezielle Kunststoffe – zum Beispiel für die Vakuumschale und Zugabeapparaturen.

Dreistufige Gegenstromwäsche sichert hohe Produktqualität

Zu Beginn des Umwandlungsprozesses wird das giftige Tetrafluorsilan in Wasser gelöst und reagiert dabei zunächst zu Fluorkieselsäure und Siciliciumdioxid. Das Siciliciumdioxid wird im Reaktor ausgefällt und im BHS Filter sicher und zugleich schonend abfiltriert. Um eine hohe Qualität bei maximaler Ausbeute sicherzustellen, kommt bei diesem Verfahrensschritt eine dreistufige Gegenstromwäsche zum Einsatz. Aus der nun reinen Fluorkieselsäure wird in einem nächsten Prozessschritt das gewünschte Endprodukt beim Kunden hergestellt - die Flusssäure. Der sich auf dem Band befindende Filterkuchen kann in gesonderten Verfahren weiterbehandelt werden.

Für das neuartige Verfahren ist eine effiziente Filtrationstechnik entscheidend, wobei die Lösung von BHS-Sonthofen BUSS überzeugt hat. Die Anlage hat Ende 2021 den Betrieb aufgenommen.

22. März 2022 | BHS-Sonthofen mit Rekordauftragseingang im Geschäftsbereich Process Technology

22. März 2022 | BHS-Sonthofen mit Rekordauftragseingang im Geschäftsbereich Process Technology

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22. März 2022 | BHS-Sonthofen mit Rekordauftragseingang im Geschäftsbereich Process Technology

Sonthofen, 22. März 2022. BHS-Sonthofen hat das Geschäftsjahr 2021 im Bereich Process Technology mit einem Auftragseingang in Rekordhöhe abgeschlossen. Trotz Coronapandemie steigerte das Unternehmen seinen Auftragseingang in dieser Business Unit um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Experten für Verfahrenstechnik blicken optimistisch ins laufende Jahr: 2022 führt BHS-Sonthofen Process Technology neue, digitale Features für den Druckdrehfilter ein. Ein weiterer Meilenstein ist ein modularisiertes, standardisiertes Lieferprogramm für Filter, Mischer und Trockner.

Ein Jahr ist es her, dass sich die Unternehmensgruppe BHS-Sonthofen mit ihren Business Units Baustoffmaschinen, Recycling & Umwelt und Process Technology neu aufstellte. Die Kompetenzen im Bereich Prozesstechnik wurden dabei zum 1. Januar 2021 unter dem Dach der BHS-Sonthofen Process Technology GmbH & Co. KG gebündelt. Im ersten Geschäftsjahr verzeichnete das neu gegründete Unternehmen einen Auftragseingang von knapp 100 Millionen Euro.

„Trotz der internationalen Einschränkungen und Unsicherheiten durch die Pandemie konnten wir die Erwartungen für 2021 übertreffen“, kommentiert Volker Spies, Geschäftsführer BHS-Sonthofen Process Technology, die besonders gute Auftragslage. „Wir sehen diesen Erfolg als Bestätigung unserer strategischen Ausrichtung.“ BHS-Sonthofen bedient im Bereich Prozesstechnik vorrangig Kunden aus der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. Um ihnen die passenden verfahrenstechnischen Lösungen zum richtigen Zeitpunkt zu bieten, entwickelt BHS sein Produktportfolio permanent weiter. 2022 stellt das Unternehmen mehrere Neuheiten vor.

Umfassende Prozessüberwachung mit weiterentwickeltem Druckdrehfilter

Dazu gehören Modifikationen des bewährten Druckdrehfilters vom Typ RPF, die eine umfassende Inline-Prozessüberwachung ermöglichen. BHS hat die kontinuierlich arbeitende Maschine zur Filtration hinsichtlich Effizienz und Bedienung überarbeitet – und stärkt damit die Integration in die digitalen Prozesse beim Anwender.

Über eine kontinuierliche Kuchenstärkemessung lässt sich der Füllgrad in den Filtrationszellen im laufenden Betrieb erfassen. Dabei werden die Prozessparameter kontinuierlich an eine übergeordnete Steuerung weitergegeben. Bei Schwankungen in der Produktaufgabe kann der Filter automatisch die Drehzahl anpassen, um einen optimalen Füllstand der Filtrationszellen zu gewährleisten. Die Messung erfolgt mittels Lasertechnologie, wodurch die Berechnung der Kuchenstärke über die Massenbilanz des Filters entfällt. Der Anwender profitiert von effizienter Kuchenwäsche, gleichbleibender Produktqualität und höherem Durchsatz. Auch bei bereits in Betrieb genommenen Maschinen kann die Kuchenstärkemessung nachgerüstet werden.

Als weitere Option bietet die automatische Verschleißkontrolle der Trennelemente dem Kunden Daten für ein planbares Wartungsfenster der Maschine. Das kann so weit gehen, dass eine automatisierte Ersatzteillieferung möglich ist.

Modularisierte Konzepte als Erfolgsfaktor

In diesem Jahr erweitert BHS zudem sein Angebot an modularen Maschinen- und Anlagenkonzepten. Für gängige Einsatzszenarien bietet das Unternehmen nun ein standardisiertes Lieferprogramm. Vordefinierte Baugrößen und Komponenten ermöglichen eine kostengünstige Umsetzung mit kurzen Lieferzeiten. Sämtliche Komponenten im Baukasten sind aufeinander abgestimmt und lassen sich genau nach Kundenanforderungen kombinieren. Aktuell stehen dem Kunden bereits Standardlösungen im Baukastensystem für Kerzenfilter und Trockner zur Verfügung, die ein breites Spektrum an Anwendungen abdecken. Darüber hinaus bietet BHS mit seinem hohen verfahrenstechnischen Know-how maßgeschneiderte Individuallösungen für spezielle Anforderungen. Dieses System ist an allen BHS-Standorten weltweit verfügbar.

Integrierte Filtrations- und Trocknungssysteme steigern Mehrwert

Das breite Produktportfolio der BHS mit verschiedenen Filtrationsapparaten, horizontalen und vertikalen Misch- und Trocknungsapparaten erlaubt die Verkettung der verfahrenstechnischen Schritte Filtrieren, Trocknen und Kühlen hin zu kompakten und optimierten Systemen. Über die Abteilung System Engineering können diese „Package Units“ schlüsselfertig geliefert werden – inklusive Steuerung, Montage und Inbetriebnahme weltweit. So folgt BHS ihrer Mission „Transforming Materials into Value“ in allen Bereichen – zum Vorteil des Kunden.

10. Februar 2022 | Vestforbraending setzt auf Technologie von BHS-Sonthofen für neuartigen Prozess zur Behandlung von Flugasche

10. Februar 2022 | Vestforbraending setzt auf Technologie von BHS-Sonthofen für neuartigen Prozess zur Behandlung von Flugasche

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10. Februar 2022 | Vestforbraending setzt auf Technologie von BHS-Sonthofen für neuartigen Prozess zur Behandlung von Flugasche

Sonthofen, Deutschland, 10. Februar 2022. BHS-Sonthofen unterstützt einen innovativen Recyclingprozess bei der Müllverbrennung mit zwei verschiedenen Technologien: Ein speziell für die Anforderungen des neuen Verfahrens geeigneter Traggurtfilter sowie ein Bandfilter sorgen seit 2021 für eine effiziente Behandlung von Flugasche beim dänischen Kraftwerkbetreiber Vestforbraending. Dieser profitiert gleich doppelt: Wertstoffe können nun aus der Asche zurückgewonnen und die zuvor als Sondermüll deklarierte Asche als normaler Abfall entsorgt werden. Dem Auftrag gingen umfassende Filtrationsversuche im Labormaßstab voraus, um sofort bei Inbetriebnahme ein optimales Prozessergebnis zu erhalten.

Mindestens 50 Prozent der Haushaltsabfälle verwerten und den Rest als Energieressource in Müllverbrennungsanlagen nutzen – das ist aktuelles Ziel der EU. Auf dem Weg dorthin müssen sich Betreiber von Müllverbrennungsanlagen jedoch mit einigen Herausforderungen auseinandersetzen. Bei der Müllverbrennung entsteht mit Salzen und Schwermetallen belastete Asche, die als Sondermüll gilt und auf speziellen Deponien entsorgt werden muss. Dies ist mit langen Transportwegen und hohen Kosten verbunden. Vestforbraending entwickelte unter dem Namen HALOSEP ein neuartiges Verfahren zur Behandlung von Flugasche in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Recyclingkonzern Stena Recycling. Das Projekt mit der offiziellen Bezeichnung LIFE HALOSEP wird von der EU mit dem Finanzinstrument LIFE – einem Förderprogramm für Umweltschutzmaßnahmen – unterstützt.

Schwermetalle und Salze können nun aus der Flugasche rückgewonnen werden. Das ermöglicht es, den Aschenrückstand, im Gegensatz zum Ausgangsmaterial, auf normalen Deponien für nicht gefährliche Abfälle zu lagern. Das neue Verfahren ist also in doppelter Hinsicht ein Gewinn: Es macht die Vermarktung von zurückgewonnenen Wertstoffen möglich und senkt die Kosten bei der Entsorgung.

Die Pilotanlage in Kopenhagen nahm 2021 den Betrieb auf, ausgestattet mit Technik von BHS-Sonthofen Process Technology. Samuel Moore, Projektmanager bei Vestforbraending, zeigt sich überzeugt: „BHS-Sonthofen zeichnet sich durch besondere Kompetenzen im Bereich der Filtration aus. Insbesondere für Pilotanlagen ist ein solcher starker Partner im Bereich der Verfahrenstechnik unerlässlich.“

Prozesseffizienz dank optimaler Technik

Die Behandlung der bei der Müllverbrennung anfallenden Flugasche erfolgt in einem mehrschrittigen Prozess. Zuerst wird sie mit dem Waschwasser der Rauchgasreinigung versetzt, was zu einer Auslösung von Metallen und Salzen aus der Asche führt. Ein BHS Bandfilter filtriert dann die so entstehende Suspension. Nach einer weiteren Wäsche bleibt der verbleibende Feststoff als gereinigte Asche zurück.

Das im ersten Schritt verwendete Prozesswasser wird weiter behandelt, um sowohl Salze als auch Metalle zurückzugewinnen. Nach dem Abscheiden des Salzwassers filtriert ein BHS Traggurtfilter mit kontinuierlicher Vakuumfiltration die Suspension, die Metalle bleiben als Feststoff zurück. Nun kann das Prozesswasser in den Prozess zurückgeführt werden. „Salze und Schwermetalle sind hochkorrosiv. Eine robuste und korrosionsbeständige Bauweise war daher entscheidend bei diesem Projekt“, fasst Simone Ahlert, Technical Sales Manager bei BHS-Sonthofen Process Technology, die wesentlichen Kundenanforderungen zusammen. „BHS-Sonthofen verfügt über umfangreiche Erfahrung mit problematischen Ausgangsstoffen. Alle Maschinen lassen sich zudem im Vorfeld mit dem jeweiligen Material testen.“

Vorab-Versuche liefern alle Fakten

Jeder Prozess ist einzigartig. Daher müssen alle Prozessparameter und Auslegungsgrundlagen für die Wahl der passenden Filtergröße individuell eruiert werden. BHS führte deswegen Vor-Ort-Versuche im Labormaßstab direkt beim Kunden durch – mit genau dem Material, das beim finalen Prozess zum Einsatz kommt.

„Bei einem kontinuierlichen Prozess ist ein konstanter Durchsatz entscheidend – die optimale Anpassung des eingesetzten Traggurtfilters sowie des Bandfilters an den Prozess konnte dank Laborversuchen schon im Vorfeld festgestellt werden. Die Integration in die Gesamtanlage kann so viel effizienter erfolgen, auch bei komplett neuen Verfahren wie HALOSEP - oder artverwandten Prozessen wie beispielsweise FLUWA“, erklärt Ahlert das bewährte Vorgehen.

15.000 Tonnen Flugasche pro Jahr werden in der Anlage behandelt. Moore zeigt sich zuversichtlich, den Prozess mit Hilfe starker Partner wie BHS-Sonthofen weiter optimieren zu können. „Bisher kann Flugasche nur als gefährlicher Abfall in einer Mine oder einem Berg abgelagert werden – mit weiten Transportwegen. Das Ziel des HALOSEP-Verfahrens ist es, die Belastung der Asche zu reduzieren und diese somit lokal deponieren zu können. Wenn das gelingt, prüfen wir die Möglichkeit, die Asche als Baumaterial zu verwenden.“

03. August 2021 | BHS-Sonthofen liefert Edelstahlmischer für die Kunststoffproduktion

03. August 2021 | BHS-Sonthofen liefert Edelstahlmischer für die Kunststoffproduktion

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Mit dem in Tianjin gefertigten Mischer hat BHS den ersten Edelstahlmischer aus chinesischer Produktion ausgeliefert.

03. August 2021 | BHS-Sonthofen liefert Edelstahlmischer für die Kunststoffproduktion

Technologie aus Deutschland, gefertigt in China – das ist der Ansatz von BHS-Sonthofen für die Belieferung des chinesischen Markts. Kürzlich erfolgte nun die Auslieferung eines Edelstahlmischers HTC 4300 aus dem BHS-Werk in Tianjin. Der Kunde – ein Kunststoff-Hersteller in Südchina – nahm schon nach einer fünfmonatigen Lieferzeit im Juli den Mischer in Betrieb.

„Mit unserem Standort in Shanghai und der Produktionsstätte in Tianjin haben wir starke Strukturen vor Ort geschaffen. So können wir unsere Kunden lokal betreuen und kurze Lieferzeiten realisieren“, erklärt Volker Spies, Geschäftsführer der BHS-Sonthofen Process Technology GmbH & Co. KG.

BHS-Sonthofen hat seine Produktionsstätte in Tianjin mit modernster Technik für die Produktion von Maschinen in Edelstahl ausgerüstet. Mit der Einbindung von Schlüsselkomponenten aus Deutschland und deutscher Engineering-Leistung erhalten die Kunden hochwertige Maschinen in überschaubarer Lieferzeit. Das Unternehmen legt dabei ein großes Augenmerk auf Qualitätssicherungsprozesse. Um das Qualitätsversprechen von BHS und die hohen Anforderungen der Anwender zu erfüllen, wurden die bewährten Prüfprozesse aus der deutschen Fertigung zu 100 Prozent auch am chinesischen Standort etabliert.

Der nun ausgelieferte Horizontalmischer mit einer Leistung von mehr als 10 Tonnen pro Stunde wird für die Mischung von Nylon mit Masterbatch sowie festen und flüssigen Zusatzstoffen eingesetzt. Da in der Produktion des Kunden häufige Rezepturwechsel erfolgen, war die gute Reinigbarkeit der Maschine ein Schlüsselargument bei der Auftragsvergabe. Hier wird das über große, gut zugängliche Reinigungstüren realisiert. Zudem konnte BHS-Sonthofen den Kunden mit seinem lokalen Servicekonzept überzeugen. Bei der BHS-Sonthofen Process Solutions Co., Ltd. in Shanghai stehen lokal qualifizierte Service-Ingenieure zur Verfügung, die eine schnelle und kompetente Betreuung der Kundenanlagen in China sicherstellen. „Das Konzept bewährt sich“, betont Volker Spies. „Es sind schon größere Folgeaufträge in Produktion, zum Beispiel aus der Pharmaindustrie in China“.

27. Juli 2021 | BHS-Sonthofen liefert zwei Konustrockner an Amino

27. Juli 2021 | BHS-Sonthofen liefert zwei Konustrockner an Amino

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Einbringung der beiden Vertikaltrockner über einen Schwerlastportalträger

27. Juli 2021 | BHS-Sonthofen liefert zwei Konustrockner an Amino

BHS-Sonthofen hat im Frühjahr dieses Jahres zwei baugleiche Konustrockner in pharmagerechter Ausführung zur Trocknung verschiedener Aminosäuren an die Amino GmbH geliefert. Im Zuge von Kapazitätserweiterungen nutzt Amino diese Trockner als Teil einer neuen Produktionsanlage im semi-kontinuierlichen Betrieb. Das Besondere: Die Trockner werden im laufenden Trocknungsprozess im Unterdruck wechselseitig befüllt.

Mit natürlich gewonnenen und hochwertig aufbereiteten Aminosäuren überzeugt Amino mit Sitz im niedersächsischen Frellstedt Kunden in der Pharma- und Medizinbranche europaweit. Bereits seit längerer Zeit arbeitet das Unternehmen mit BHS-Sonthofen zusammen und hat mehrere Maschinen von BHS für Filtration und Trocknung im Einsatz. Um seine Produktionskapazitäten auszubauen, entschied sich Amino für eine vollkommen neue Produktionslinie mit zwei Konustrocknern vom Typ HVW-VT 8500. Die beiden in pharmagerechter GMP-Ausführung (Good Manufacturing Practice) gelieferten Maschinen haben für den Betrieb im pharmazeutischen Bereich ein ungewöhnlich hohes Fassungsvermögen.

Gerrit Dierking, Projektleiter bei Amino, bestätigt eine reibungslose Montage: „Die durchaus anspruchsvolle Installation der Trockner wurde vom technischen BHS-Personal kompetent und zu unserer vollen Zufriedenheit begleitet.“ Ein Schwerlast-Portalträger brachte die Maschinen seitlich in das Gebäude ein, wo sie in die neue Linie integriert wurden.

Pneumatische Befüllung der Trockner

Da es sich bei Aminosäuren aufgrund ihrer Struktur um ein besonders temperaturempfindliches Produkt handelt, ist ein schonendes Trocknungsverfahren essenziell, um höchsten Qualitätsanforderungen zu entsprechen. Über zwei Schälzentrifugen wird das feuchte Produkt pneumatisch in den ersten Trockner eingebracht. „Der zweite Trockner wird befüllt, wenn der erste seinen maximalen Füllstand erreicht hat. Das heißt: In einem ausgeklügelten Schleusensystem erfolgt die Beschickung der Trockner wechselseitig und im Vakuum“, erklärt Martin Specht, verantwortlicher Area Sales Manager bei der BHS-Sonthofen Process Technology GmbH & Co. KG.

Die Trocknung startet bereits während der Befüllung. Ist der Trockner vollständig befüllt, wird das Eintragsventil geschlossen und die volle Trockenleistung erreicht. Auf diese Weise ist eine semi-kontinuierliche Herstellung verschiedener Produkte bei kurzen Prozesszeiten möglich. „Die Vakuumtrocknung läuft bei niedrigen Temperaturen zudem besonders produktschonend ab,“ so Specht. Eine deutliche Kostenreduzierung wurde durch eine Produktkühlung im Anschluss an den Trocknungsschritt im gleichen Apparat erzielt. Die Heiz- und Kühltechnologie mit Primär- und Sekundärkreislauf ist Bestandteil des gelieferten Systems. Schließlich werden die Aminosäuren kontrolliert ausgetragen und verkaufsfertig in Big Bags abgepackt.

Insbesondere durch die innovative Form der Beschickung der Trockner wird die Durchlaufzeit für eine Charge deutlich verkürzt. Das bereits während der Befüllung anliegende Vakuum lässt das enthaltene Wasser sofort verdampfen und steigert somit die Prozesseffizienz. Amino profitiert zudem von einem wartungsarmen Gesamtbetrieb. „Wir freuen uns, dass wir nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit Amino erneut mit einem innovativen Verfahren unterstützen konnten“, resümiert Specht.

04. März 2021 | BHS-Sonthofen liefert zwei Taktbandfilter für die Produktion von Kunststoffen

04. März 2021 | BHS-Sonthofen liefert zwei Taktbandfilter für die Produktion von Kunststoffen

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Trennlösung mit einer Kaskadenwäsche

04. März 2021 | BHS-Sonthofen liefert zwei Taktbandfilter für die Produktion von Kunststoffen

BHS-Sonthofen hat eine Anlage mit zwei Taktbandfiltern in die USA geliefert, die in der Herstellung von Vorprodukten eines besonders reißfesten Kunststoffes zum Einsatz kommen. Um den hohen industriellen Qualitätsanforderungen zu entsprechen, konzipierte BHS für die Behandlung des Filterkuchens eine Kaskadenwäsche, die für die erforderliche Verweilzeit einen reduzierten Wasserverbrauch gewährleistet. Dem Auftrag gingen umfassende Labor- und Pilotversuche im amerikanischen Test Center von BHS voraus.

Im Zuge von Produktionserweiterungen benötigte der BHS-Kunde eine Lösung zur Fest-Flüssig-Trennung in der chemischen Vorstufe zu einem bestimmten Polymer. Am Anfang des Prozesses entsteht in chemischen Reaktionen ein Material, das von Nebenprodukten gereinigt werden muss. Die Aufreinigung der Feststoffpartikel erhält hier besonderes Gewicht, da Verunreinigungen die Reißfestigkeit des Kunststoffes enorm beeinträchtigen. Bautechnische Anforderungen am Standort des Kunden stellten die Verfahrenstechnikexperten von BHS vor zusätzliche Herausforderungen: Eine ursprünglich geplante Lösung aus einem Taktbandfilter mit einer 12-stufigen Gegenstromwäsche ließ sich nicht realisieren.

Das Projektteam entschied sich im Rahmen der verfahrenstechnischen Beratung des Kunden für den Einsatz von zwei Taktbandfiltern (BF) – einer mit vier und einer mit acht Waschstationen. Ein Taktbandfilter ist ein horizontaler, kontinuierlich arbeitender Vakuumfilter, der eine gleichmäßige Suspensionsaufgabe ermöglicht und sich durch verfahrenstechnische Vielseitigkeit auszeichnet. Auf dem Band bildet sich ein Filterkuchen, der durch verschiedene Prozessschritte wie Auswaschen, Trockensaugen oder Pressen vielfältig weiterbehandelt werden kann. Im vorliegenden Fall kam aufgrund der großen Innenoberflächen der Partikel für die Aufreinigung nur eine Verdünnungswäsche in Frage. Die Verweilzeit der Flüssigkeit in den jeweiligen Waschzonen ist bei einem kontinuierlich arbeitenden Filter jedoch relativ kurz. Bei der üblichen Konstruktion des Filters würde die Waschflüssigkeit daher schnell versickern.

Mehrstufige Kaskadenwäsche optimiert Frischwasserverbrauch

Unter Rückgriff auf Erfahrungen bei anderen Anwendungen, wie beispielsweise Cellulosederivaten, baute BHS die Waschstationen deshalb in Form einer Kaskade auf. Über Siebböden wird die Waschflüssigkeit gleichmäßig über die gesamte Fläche des Filterkuchens verteilt. Das Besondere: Die Flüssigkeit wird immer wieder auf der Stelle aufgebracht, wo sie abgezogen wird. Ist bei einer Station ein bestimmter Füllstand erreicht, läuft die Menge weiter durch den Überlauf in die nächste, darunter liegende Station. Dadurch ist sichergestellt, dass jeder Partikel acht- bzw. viermal gewaschen wird.

„Mit dieser Kombination aus Reflux- und Gegenstromwäsche auf dem Taktbandfilter gelingt es uns, die Verweilzeit der Flüssigkeit um das Zwei- oder Dreifache zu erhöhen. Oder anders gesagt: Für die hier erforderliche Verweilzeit ist der Frischwasserverbrauch im Vergleich zu Zentrifugen deutlich reduziert. Das Ergebnis ist ein besonders hoher Auswaschungsgrad bei effizientem Waschmitteleinsatz“, erklärt Detlef Steidl, Managing Director, BHS-Sonthofen Process Technology.

BHS-Sonthofen konzipierte und lieferte die Anlage bestehend aus den zwei Taktbandfiltern inklusive Abscheider sowie Mess- und Regeltechnik. Der Lieferung gingen umfassende Labor -und Pilotversuche im Test Center in den USA voraus, wo BHS seine Testkapazitäten für Filtration, Mischen und Trocknen in den letzten zwei Jahren erweiterte. „Im Labor haben wir unter anderem das Verhältnis von benötigtem Frischwasser zu Einsatzstoff ermittelt. Dies wurde dann am Pilotfilter mit mehreren Waschstufen abgebildet. So konnten wir dem Kunden aufzeigen, dass er mit dieser Filterlösung die hohen Qualitätsansprüche voll erfüllt – und dabei erheblich an Kosten für Betriebsmittel im Vergleich zu anderen Lösungen spart“, so Steidl. Die Anlage wurde Ende 2020 in Betrieb genommen.

26. Januar 2021 | BHS-Sonthofen bündelt Kompetenzen im Bereich Prozesstechnik

26. Januar 2021 | BHS-Sonthofen bündelt Kompetenzen im Bereich Prozesstechnik

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Dennis Kemmann (CEO von BHS-Sonthofen)

26. Januar 2021 | BHS-Sonthofen bündelt Kompetenzen im Bereich Prozesstechnik

BHS-Sonthofen bündelt ihre Kompetenzen rund um die Verfahrensschritte Filtrieren, Mischen, Trocknen, Granulieren, Sterilisieren und Reagieren in dem neuen Geschäftsbereich Prozesstechnik. Seit dem 1. Januar 2021 firmiert die ehemalige AVA GmbH & Co. KG zusammen mit der Filtrationstechnik unter dem Dach der BHS-Sonthofen Process Technology GmbH & Co. KG mit Firmensitz in Sonthofen und Standort in Herrsching. Zielbranchen sind vor allem die chemische und pharmazeutische Industrie.

Mit der Übernahme der AVA GmbH & Co. KG im April 2018 erweiterte BHS-Sonthofen sein Portfolio um Lösungen und Beratungsleistungen in den Bereichen Mischen, Trocknen, Sterilisieren, Granulieren und Reagieren. Unter dem Firmennamen BHS-Sonthofen Process Technology GmbH & Co. KG werden das Verfahrens-Know-how und Produktportfolio aus diesen Bereichen und der Filtrationstechnik zusammengeführt. BHS vollendet damit die Integration von AVA in die Unternehmensgruppe.

„Wir haben uns mit den drei Business Units Baustoffmaschinen, Recycling & Umwelt und Prozesstechnik insgesamt neu aufgestellt“, kommentiert Dennis Kemmann, CEO von BHS-Sonthofen. „Jede Business Unit adressiert jeweils bestimmte Industriebereiche. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit entwickeln wir in der Prozesstechnik verfahrenstechnische Lösungen primär mit Kunden aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie, aber beispielsweise auch aus dem Bereich Lebensmittel.“

BHS-Sonthofen Process Technology tritt sowohl als Anbieter von Systemlösungen als auch von einzelnen Maschinen und Komponenten auf. Im Vordergrund steht die verfahrenstechnische Beratung des Kunden, die auf jahrzehntelanger Erfahrung aus unterschiedlichsten Projekten basiert. Versuche mit dem Material des Kunden sind ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts. BHS erweiterte daher in jüngster Vergangenheit Testkapazitäten in Zielmärkten wie den USA, um so nah wie möglich am Kunden zu sein.

Als Geschäftsführer der BHS-Sonthofen Process Technology wurden Detlef Steidl, zuletzt Senior Sales Director der Filtrationstechnik und Volker Spies, ehemaliger Geschäftsführer der AVA, berufen. Beide treiben die Entwicklung innovativer Verfahren und die globale Präsenz des Unternehmens mit den Kernregionen Europa, Asien und Nordamerika weiter voran.

BHS deckt ein breites Spektrum an Technologien ab, um im jeweiligen Anwendungsfall die wirklich beste Lösung auszuwählen. So umfasst das Portfolio Mischer zur Homogenisierung sowie Produktlösungen für die mechanische Fest-Flüssig-Trennung und zum Trocknen und Reagieren.

„Mit der neuen Organisation gewinnen wir zusätzliche Flexibilität als verfahrenstechnischer Lösungsanbieter und stärken somit unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit“, resümiert Kemmann.