Kein Gold auf die Deponie!

Januar 2016

Die Referenz auf einen Blick

Projekt:

Wiedergewinnung von Edelmetallen nach Recyceln von Automobil- und Elektronikschrott

Technologie:

Rotorprallmühle vom Typ RPMV

Einsatzort:

Deutschland

Branche:

Recycling

Anwendung:

Rückgewinnung von Edelmetallen aus Shredder-Feinfraktionen

Lösung:

Neuartiges Verfahren mit Rotorprallmühle

Etwa 20 Gramm Gold, 200 bis 300 Gramm Silber, ferner Platin und andere Edel- und Nichteisenmetalle: So viele Wertstoffe können in einer Tonne der schweren Nichteisen-Fraktion des aufbereiteten Materials stecken, das beim Recyceln von Automobil-, Elektro- oder Elektronikschrott übrigbleibt. Bisher wurden die Wertstoffe deponiert. Aufbereitungsanlagen von BHS-Sonthofen gewinnen nun mit einem einzigartigen Verfahren diese Edelmetalle zurück.

Mit einer Komplettlösung für das Feinaufbereiten der Shredderrückstände setzt BHS dort an, wo bisher aufgehört wurde: Was vorher in die Deponie oder die Verbrennung gegangen wäre, wird jetzt in den Materialkreislauf zurückgeführt und gewinnbringend verwertet. Sie kombiniert die Prallzerkleinerungstechnik mit physikalischen Trennverfahren und umfasst alle Prozessstufen von der Aufgabe des Materials bis zur Separation der einzelnen Stoffe und der Entstaubung.


Im ersten Teil des Prozesses wird das Aufgabematerial zerkleinert und die leichten Stoffe werden abgeschieden. In der zweiten Stufe wird das verbleibende Material gesiebt und nach seiner Dichte getrennt. Die Endprodukte sind sauber nach Art und Korngröße voneinander getrennte Materialien und Metallfraktionen.


Herzstück der Anlage ist die Rotorprallmühle vom Typ RPMV. Sie zerkleinert die sprödharten Materialien und verkugelt die duktilen, metallischen. Die Standardanlage erzielt einen Durchsatz von rund 10 Tonnen pro Stunde. So schafft die Rotorprallmühle (RPMV) die Voraussetzung dafür, dass die Nichteisenmetalle sauber von den anderen Materialien getrennt werden.


Am Ende des Prozesses liegen alle Fraktionen sauber getrennt in Bunkern vor. Neben den anfangs erwähnten Anteilen an Edelmetallen – Gold, Silber und Platin – enthält die Fraktion der Nichteisenmetalle beträchtliche Mengen an Aluminium, Kupfer und Messing, die ebenfalls vermarktet werden. Abhängig von der Zusammensetzung des angelieferten Materials gewinnt die BHS-Feinaufbereitungsanlage aus den angelieferten Reststoffen zwischen drei und fünf Prozent als vermarktbare Nichteisenmetalle zurück.
Bei den Kosten schlägt positiv zu Buche, dass der gesamte Prozess weitgehend automatisch abläuft und die gesamte Anlage von nur einem Mitarbeiter gesteuert und überwacht wird. Für die Materiallogistik wendet ein weiterer Mitarbeiter etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit auf.