Neues Verfahren von BHS vermeidet Gefahren beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien

Juli 2020
Während die Relevanz von Batterien und Akkus als Speichermedien deutlich zunimmt, ist das Recycling derselben an Herausforderungen geknüpft. BHS-Sonthofen hat in mehreren Forschungsprojekten ein sicheres Verfahren für das Recycling von Batterien und Akkus entwickelt. Durch einen durchgängig gasdichten Prozess vom Zerkleinerer bis zum Trockner, wo die Elektrolyte verdampfen, werden Brände und das Austreten von giftigen Gasen sicher vermieden.


Ausgediente Batterien und Akkus zu recyceln ist keine einfache Aufgabe: Landen sie in der falschen Zerkleinerungsmaschine, kann dies es zu gefährlichen Bränden führen. Das neuartige Verfahren von BHS-Sonthofen umgeht diese Gefahr bewusst. Dazu ist ein Großteil des Prozesses gasdicht ausgelegt: Von der Zerkleinerung bis hin zum Trockner, wo die Elektrolyte ungefährlich gemacht werden, findet die Verarbeitung unter Schutzatmosphäre statt.


Unter Schutzatmosphäre sind entweder eine oder zwei Zerkleinerungsmaschinen im Einsatz. Dabei übernimmt die BHS Rotorschere (Typ VR) die Vorzerkleinerung. Dieser langsam laufende Zweiwellen-Zerkleinerer zerkleinert sperrigere Batterien und Packs zuverlässig mit seinen ineinandergreifenden Schneidwerkzeugen. Im Hauptzerkleinerungsschritt wird die vorzerkleinerte Fraktion in einem Einwellen-Zerkleinerer, wie dem Rotor Universal-Shredder (Typ NGU) auf die Zielgröße gebracht.


Zur weiteren Verarbeitung ist ein batchweise arbeitender Trockner (Typ HTC) von BHS im Einsatz. Der Trockner legt ein Vakuum an und heizt das Aufgabegut auf. Ein Rohrbündelwärmetauscher und ein Plattenwärmetauscher scheiden die Elektrolyte ab. Nach der Trocknung geht von den zerkleinerten Batterien keine Gefahr mehr aus. Die einzelnen Bestandteile lassen sich problemlos und sicher außerhalb der Schutzatmosphäre sortieren. Am Ende des Prozesses stehen wertvolle, verkaufswertige Produkte.