07.03.2018

ACHEMA 2018: BHS-Sonthofen präsentiert Labor- und Pilotfiltersystem für Versuche und Kleinstmengenproduktion

Taktbandfilter vom Typ BF 025-20 als Pilotfilter

Maximierte Effizienz und optimierte Prozesse: Auf der diesjährigen ACHEMA (11.-15. Juni 2018 in Frankfurt am Main) stellt BHS-Sonthofen seine Technologie- und Beratungsleistungen in der Fest-Flüssig-Filtration in den Mittelpunkt. Dabei bieten die Allgäuer nicht nur ein denkbar breites Spektrum unterschiedlicher Filtrationslösungen für kuchenbildende Prozesse. BHS-Sonthofen unterstützt seine Kunden darüber hinaus umfassend bei der Entscheidung der für sie idealen Filtertechnologie - und das auf Basis detaillierter Testreihen mithilfe eigener Labor- und Pilotfilteranlagen. Was das konkret heißt, können die Besucher am BHS-Stand C 43 in Halle 5 selbst erleben: Dort erwarten sie ein Druckdrehfilter vom Typ RPF als Pilotfiltersystem und ein Taktbandfilter vom Typ BF als Laborfilteranlage.

Die Entscheidung für die richtige Technologie in der Fest-Flüssig-Filtration spielt bei Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung in Großanlagen eine Schlüsselrolle. Als Marktführer im Bereich kuchenbildender Filtrationsprozesse bietet BHS-Sonthofen seinen Kunden dabei ein umfassendes Produktportfolio: Dieses reicht von Druckdrehfiltern über Taktband- und Traggurtfilter bis hin zu Kerzen- und Tellerdruckfiltern.

"Wir verstehen uns als Spezialisten für Fest-Flüssig-Filtration und nicht nur für eine spezielle Technologie", betont Detlef Steidl, Director of Sales Filtrationstechnik bei BHS-Sonthofen. "Welche Technologie jeweils zum Einsatz kommt, entscheidet der verfahrenstechnische Prozess beim Kunden. Deshalb sehen wir es als eine unserer zentralen Aufgaben, gemeinsam mit dem Kunden verschiedene Alternativen gegeneinander abzuwägen und dann die für den jeweils spezifischen Fall beste Lösung auszuwählen und zu implementieren."

Labortests und Pilotanlagen bilden Entscheidungsgrundlage

Dabei überlassen die Filtrationsexperten nichts dem Zufall: Um sämtliche Effizienzpotenziale auszuschöpfen, steht am Anfang jedes neuen Projekts eine eingehende Analyse der bestehenden Prozesse. Mögliche technologische Lösungen werden in Labortests und in Pilotanlagen untersucht - erst dann erfolgt die endgültige Entscheidung und Installation der jeweiligen Maschine. "Das ist ein essentieller Schritt, um Prozesse zu optimieren", so Steidl. "Die Tests helfen uns, den Gesamtzusammenhang wirklich zu verstehen und dann eine maßgeschneiderte Lösung für die jeweilige Anlage zu entwickeln."

Unverzichtbar ist dies zum Beispiel, wenn es um die Umstellung von Batchfertigung auf kontinuierliche Produktion geht. "Ein übergreifender Trend, den wir bei vielen Kunden sehen - sei es in der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie oder im Segment Nutraceuticals", so Steidl. Dazu kommen, je nach Branche, zusätzliche Anforderungen wie etwa Bedarf an Kleinstmengen und an höchstmöglicher Prozesssicherheit im Bereich Pharma. "Auch hier bieten wir sowohl Lösungen für Batch- als auch für Konti-Prozesse an. In beiden Fällen können wir auf Basis unserer Tests ermitteln, welche technologische Lösung für den Kunden die bestgeeignetste ist", so Steidl. "Auf der ACHEMA wollen wir diesen Beratungsaspekt deshalb mehr in den Vordergrund stellen."

Entsprechend bilden die am BHS-Stand (C 43, Halle 5) ausgestellten Filtersysteme zwei alternative Verfahren - Filtration mittels Druck und mittels Vakuum - repräsentativ ab. Der gezeigte Druckdrehfilter ermöglicht die kontinuierliche Filtration unterschiedlichster Suspensionen in komplexen Produktionsprozessen. Der ebenfalls in Frankfurt ausgestellte Taktbandfilter ist ein kontinuierlich arbeitender, horizontaler Vakuumfilter, mit dem sedimentierende Feststoffe sicher und zugleich schonend abgetrennt werden.

Druckdrehfilter von BHS: erhöhte Effizienz und signifikante Steigerung der Produktivität

Während jeder Trommeldrehung des Druckdrehfilters erfolgt eine Vielzahl von Prozessschritten, wie die Trennung der Suspension in Filtrat und Filterkuchen, eine ein- oder mehrstufige Kuchenwäsche, Aufschlämmen, Lösemitteltausch und Dämpfen, die Extraktion sowie die mechanische und thermische Kuchenentfeuchtung. Alle Prozessschritte laufen in getrennten, druckdichten Segmentzonen innerhalb des Filters ab. Dadurch kann der Kuchenaustrag auch direkt in den atmosphärischen Umgebungsbereich erfolgen - ein separater Druckausgleich beispielsweise über Druckschleusen ist nicht erforderlich. Zusätzlich erlaubt dies die Filtrate der einzelnen Zonen exakt separat abzuführen.

In der Pharmaindustrie wird der Druckdrehfilter aktuell etwa in der Herstellung von Antibiotika sowie medizinischen Kontrastmitteln eingesetzt - mit großem Erfolg: So verzeichnete ein Hersteller in der Antibiotikaproduktion dank Umstellung auf kontinuierliche Produktion und Einsatz eines Druckdrehfilters vom Typ RPF P02 eine Produktivitätssteigerung von 150 Prozent bei gleichzeitig spürbarer Verringerung des Wirkstoffverlusts.

Pilotfilter zur Ermittlung der Anlagentechnik

Mit der kleinsten Baugröße RPF P01 präsentiert BHS auf der Messe eine kompakte, vollständig baugleiche Variante des bewährten Druckdrehfilters. Der identische Aufbau gewährleistet die vollständige spätere Skalierung der Einstellungen auf größere Produktionsfilter und erlaubt die Auslegung von Großproduktionen in chemischen und pharmazeutischen Anwendungen sowie in der Nahrungsmittelindustrie. Die einzelnen verfahrenstechnischen Prozesse lassen sich individuell optimieren. Zudem führt das generelle Funktionsprinzip von BHS-Druckdrehfiltern zu einem extrem geringen Betriebsmitteleinsatz.

Das Anwendungsspektrum der Druckdrehfilter von BHS-Sonthofen umfasst unter anderem Kunststoff-Vorprodukte, Pharmaprodukte, Farben und Pigmente sowie Celluloseprodukte. Die Möglichkeit zur Gegenstrom-, Verdrängungs- und Kreislaufwäsche innerhalb des Filterkreislaufs erlaubt hier die chargenreine Produktion in Pharmaqualität. Druckdrehfilter kommen aber auch bei der Herstellung von Gewürzen, Zuckerersatzstoffen und Extraktionsverfahren in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz.

Taktbandfilter bietet verfahrenstechnische Vielseitigkeit

Auch der - zur ACHEMA in Laborgröße ausgestellte - Taktbandfilter von BHS bietet deutlich messbare Vorteile. Er kommt als kontinuierlich arbeitender, horizontaler Vakuumfilter bei der Trennung von sedimentierenden Feststoffen aus Suspensionen zum Einsatz. Der sich auf dem Band bildende Filterkuchen kann durch verschiedene Prozessschritte vielfältig weiterbehandelt werden. Die Konzeption erlaubt eine gleichmäßige Suspensionsaufgabe über optimierte Verteileinrichtungen, die den Feststoff aufbringen.

Taktbandfilter von BHS gelangen in den unterschiedlichsten Industriezweigen zur Anwendung. In der Pharmaindustrie kommen sie unter anderem bei der Herstellung von Antibiotika, Naturstoffextrakten und Hormonderivaten zum Einsatz. Die Verarbeitung der Suspensionen erfolgt in geschlossenen und inerten Systemen. Darüber hinaus finden sich Taktbandfilter beispielsweise bei der Herstellung vieler Mineralstoffe oder der Gewinnung von Biokraftstoffen. Auf der ACHEMA präsentiert BHS einen Taktbandfilter vom Typ BF 010-010B.

Labor- und Pilotfilter

Labor- und Pilotfilter wie die beiden in Frankfurt vorgestellten Anlagen bietet BHS-Sonthofen für alle eigenen Filtersysteme an. Sie können sowohl erworben als auch angemietet werden, um Erkenntnisse aus Voruntersuchungen im halbtechnischen Maßstab vor Ort zu vertiefen oder Kleinmengen zu produzieren. Über den Anlagenbau hinaus unterstützt BHS-Sonthofen Unternehmen maßgeblich beim Entwickeln der für ihr Anliegen bestgeeigneten Fertigungsprozesse. Die Experten stehen auf der ACHEMA entsprechend beratend zur Verfügung.

Druckdrehfilter vom Typ RPF P01 als Labor- und Pilotfilter für Versuchsreihen und zur Kleinmengenproduktion mit einer aktiven Filterfläche von 0,17 m²

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