Feinschliff für Beton-Sande: Stevin Rock setzt auf Rotorschleuderbrecher von BHS-Sonthofen

25. September 2019
Rein muss er sein und eine kubische Kornform haben: der Sand für die hochfesten Betone in den Prestige-Bauten Dubais und Abu Dhabis. Da der in Massen verfügbare Wüstensand diese Eigenschaften nicht aufweist, stellt der Minenbetreiber Stevin Rock das begehrte Gut in den Vereinigten Arabischen Emiraten selbst aus Kalkstein her. Die letzte und entscheidende Veredelungsstufe übernehmen seit September 2018 zwei Rotorschleuderbrecher vom Typ RSMX von BHS-Sonthofen: Die beiden RSMX mit TwinDrive bringen die Körner in Idealform und sichern so eine gleichbleibend hohe Sandqualität.

Stevin Rocks Kalkstein-Mine im nördlichen Hadschar-Gebirge in den VAE ist die drittgrößte der Welt. Das 1975 gegründete Traditionsunternehmen genießt in der Golfregion einen hervorragenden Ruf insbesondere als Lieferant hochwertiger Brechsande – ein Rohstoff, der für die großen Bauprojekte der Region dringend benötigt wird.
Einen entscheidenden Beitrag zur Sandproduktion von Stevin Rock leisten zwei hochmoderne Rotorschleuderbrecher (RSMX) von BHS-Sonthofen: Der im Steinbruch gewonnene Kalkstein wird dafür zunächst stufenweise auf eine Größe von 5 bis 10 Millimetern gebracht und dann von den beiden RSMX mit TwinDrive, auf eine Größe von 0 bis 5 Millimetern und zugleich in die kubische Idealform gebracht. „Unsere Rotorschleuderbrecher geben dem Sand den letzten Schliff und entscheiden letztlich über die Produktqualität. Im Anschluss wird der Sand nur noch einmal gewaschen – und fertig“, erklärt Hans Traut, Area Sales Manager Middle East & North Africa bei BHS-Sonthofen.
BHS-Brecher sind in 15 Minen und vielen Trockenmörtelwerken der Region im Einsatz. Längst hat sich BHS einen Namen als Kenner der facettenreichen Gesteinslandschaft im Nahen Osten gemacht: Hunderte Tonnen Proben aus unterschiedlichen Minen der Golfregion hat das Unternehmen im Technikum in Sonthofen untersucht: Wie verhält sich das jeweilige Gestein? Wie bricht es? Bei welcher Durchlauf-Geschwindigkeit wird das ideale Ergebnis erzielt? Gerade weil Stein ein natürliches Material ist, dass sich nie völlig berechenbar verhält, überlassen die Experten möglichst wenig dem Zufall.
Auch im Fall der Rotorschleuderbrecher mit TwinDrive-Antrieb bei Stevin Rock konnte BHS auf diese Erfahrungswerte zurückgreifen. Bereits im Vorfeld wurden die Brecher auf die Anlage des Kunden abgestimmt und wichtige Parameter festgelegt: „Mit 61 m/sec ist die Umdrehungsgeschwindigkeit zum Beispiel vergleichsweise langsam“, so Traut. „Würde man sie erhöhen, wäre das Ergebnis aber zu kleinkörnig.“ Neben der technologischen Expertise ist es vor allem diese Beratung, die Kunden an BHS besonders schätzen. Bei Stevin Rock läuft die Produktion so schon bereits am Tag der Inbetriebnahme reibungslos. Die beiden RSMX setzen sowohl im Hinblick auf die Produktqualität als auch den Verbrauch von Verschleißteilen Standards. Gerade letzteres kann bei Dauerbetrieb zum wichtigen Kostenfaktor werden.
Traut und sein Team beraten auch im Hinblick auf die zuliefernden und sich anschließenden Maschinen in der jeweiligen Anlage wie beispielsweise Siebe. Mindestens einmal im Jahr unterzieht Traut die Rotorschleuderbrecher vor Ort einer eingehenden Inspektion – wenn es sein muss auch während des Schichtwechsels um Mitternacht. „Uns ist dieser enge Kontakt und der Austausch mit dem Kunden wichtig“, so Traut. „Schließlich wird hier ein Produkt hergestellt, das buchstäblich zum Aufbau der Zukunft in der Region beiträgt. Der Sand, den unsere Brecher herstellen findet sich in praktisch jedem größeren Bauprojekt.“